ein jahr auszeit in australien!
Darwin 23.10.09 21.00 Uhr
Hab noch einen kleinen Nachtrag bezüglich der letzten Tage in Melbourne. Und zwar hat sich leider in der letzten Woche mein rechter Fuß wieder vermehrt bemerkbar gemacht und ist wieder extrem angeschwollen. Konnte am letzten Sonntag in Melbourne gar nicht mehr ohne Schmerzen laufen. Daher hab ich mich dann doch dazu entschlossen mal einen australischen Arzt aufzusuchen. Der hat mir dann gesagt das nichts gebrochen ist und ich den Fuß einfach für die nächsten zwei Wochen gar nicht belasten soll. Also kaum laufen oder stehen und für zwei Wochen zur Unterstützung wickeln. Ihr könnt euch garantiert vorstellen wie begeistert ich von der Vorstellung war. Na ja, hab mich die letzten Tage in Melbourne auch schön dran gehalten und es hat auch irgendwie auf der Tour geklappt. Die letzten zwei Tage kann ich jetzt auch wieder komplett ohne Schmerzen laufen.
So, jetzt kommt endlich der lang ersehnte Bericht über das fantastische Outback von Australien. Ich weiß ihr musstet jetzt auch lange warten. Aber wie ich feststellen musste fehlt während der Reisen einfach die Zeit dafür. Weil man ja nie so lange an einem Ort ist und man daher von diesem Ort ja auch so viel wie möglich sehen möchte.
Der Markt in Alice Springs hat mich persönlich jetzt nicht wirklich überzeugt, war recht klein und es gab auch nicht viel Interessantes zu sehen. Sind daher auch recht früh im Hostel gewesen und lagen schön brav um 20 Uhr im Bett, da wir einfach müde waren. Mussten am nächsten Morgen aber auch früh raus, da die Tour schon um 6 Uhr losging. Der Start war irgendwie nicht so toll, da eigentlich unser ganzes Zimmer dieselbe Tour gebucht hatte und wir irgendwie dann doch komplett aufgeteilt wurden. Und dann waren auch noch fast nur Deutsche in unserer Tour. Aber hier sind halt einfach viel zu viele Deutsche unterwegs. Sollen angeblich aktuell über 1 Million Deutsche an der Ostküste sein und das ist jawohl wirklich Wahnsinn.
Aber jetzt mal zurück zur Tour. Die Fahrt bis zum ersten Camp war ca. 6-7 Stunden, natürlich mit Zwischenstopps. Der erste war auf einer Kamelfarm, wo wir auch gleich die Gelegenheit genutzt haben uns mit den Kamelen anzufreunden. Haben dann irgendwann noch mal gestoppt um Feuerholz für abends zu sammeln, sowie uns die Möglichkeit geboten wurde Alkohol zu kaufen. Waren noch einige Toilettenstopps dazwischen. Sind ca. zum Lunch im Camp angekommen. Direkt danach ging es dann auch schon wieder weiter zu den Olgas, sind dort ca. 5.5 km durch und drum herum gewandert. Und das war wirklich super, es war zwar richtig heiß aber machbar. Hatten natürlich auch immer schön viel Wasser mit uns. Im Anschluss ging es dann zum Ayers Rock um dort den Sonnenuntergang zu sehen. Auf dem Weg dorthin haben wir dann auch die ersten Kamele in freier Natur gesehen. Man kann sich das fast wie ein Kino vorstellen. Ein riesengroßer Parkplatz voll mit Autos und Bussen und dann sitzen dort tausende von Menschen die alle die Veränderungen des Rocks beobachten. Aber es ist auch auf jeden Fall sehenswert! Und es gab sogar zum Sonnenuntergang ein Glas Sekt für jeden… J
Abends gab es dann im Camp ein Barbecue mit Rind, Känguru und Kamel. Und man kann wirklich alles drei sehr gut essen. Irgendwann nach 22 Uhr wurden dann endlich die Swags verteilt, natürlich nur für diejenigen die wollten. Aber wenn man schon mal die Möglichkeit hat sollte man das meiner Meinung schon auch nutzen. Und es schon schön unter dem australischen Sternenhimmel zu schlafen. Man kann hier irgendwie viel mehr Sterne sehen und es ist halt auch einfach dunkler im Outback.
Die Nacht war ziemlich schnell vorbei und zwar schon um 4 Uhr, da wir auch den Sonnenaufgang am Ayers Rock bewundern wollten. Na ja, eigentlich war um 5.15 Uhr Abfahrt, aber leider hat eines der Mädels etwas zu lange im Bad gebraucht um sich zu schminken. So haben wir leider das Beste am Sonnenaufgang verpasst. Waren natürlich nicht wirklich begeistert davon, aber man konnte halt nichts dran ändern.
Im Anschluss haben wir uns den Ayers Rock dann aus der Nähe angeschaut. Und ich muss sagen, da sieht der doch plötzlich doch ganz anders aus. Hatten dort die Möglichkeit einmal komplett drum herum zu laufen, was 10,4 km sind. Muss sagen das war schon was anstrengender, da mein Fuß mir zwischen durch doch wieder mehr Probleme gemacht hat. Aber es hat sich wie alles andere auf jeden Fall gelohnt. Man hat theoretisch auch die Möglichkeit dort hoch zu klettern, was wegen Wetterverhältnissen aber geschlossen war. Hatte mich vorher aber auch schon dagegen entschieden. Weil es für die Einheimischen einfach ein heiliger Platz ist und man ja schließlich den Glauben der anderen akzeptieren und respektieren sollte.
Sind im Anschluss noch mal zum Lunch zurück ins Camp, bevor es dann weiter in Richtung des nächtens Camps ging. Waren wieder mal fast 4 Stunden mit dem Bus unterwegs. Natürlich mit Toilettenstopps und erneuten Holz sammeln. Diesmal konnten wir gleichzeitig auch die Skelette von irgendwelchen Tieren bewundern.
Sind recht spät im Camp angekommen und haben dann erst mal die Gegend etwas erkundet. Na ja, als wir dann die Dingos jaulen gehört haben sind wir doch ziemlich zügig zurück zum Camp. Habe dort auch die Möglichkeit genutzte zu duschen. Nach einem wieder mal recht späten Essen waren wir alle ziemlich froh als wir endlich schlafen konnten. Unser Tourguide hat uns zwischen zeitlich dann auch mitgeteilt dass er Schlaf eigentlich nicht für notwendig hält und dabei schön sein Bier getrunken. Na ja, sag dazu nur das wir froh waren als wir aus dem Bus am Hostel ausgestiegen sind.
Am nächsten Morgen ging es erneut früh los, konnten aber schon mal bis 5.30 Uhr schlafen. Sind nach dem Frühstück dann zum Kings Canyeon aufgebrochen. Wo wir dann direkt mal den Berg erklommen haben. Glaub es war diesmal irgendwas um die 6 km. Sind auch extra so früh los, da es später zu heiß dafür gewesen wäre. War wieder mal richtig toll. Obwohl wir auch froh waren als wir fertig waren, da auf dem ganzen Weg leider keine Toiletten waren. Und wenn man 2 Liter auf dem Weg trinkt ist der Druck auf die Toilette zu kommen doch ziemlich groß.
Sind noch mal zurück zum Camp wo es Lunch gab und dann ging es zurück nach Alice Springs. Was noch mal 5 Stunden Busfahrt bedeutete. Wie schon erwähnt waren wir wirklich froh als wir dort angekommen sind und haben erst mal schön kalt geduscht und uns umgezogen. Waren am Abend dann mit der Gruppe noch lecker essen. Für mich gab es erneut Känguru Steak!
Die Nacht war leider nicht ganz so erholsam wie erhofft und wir sind im Enddefekt mit vielleicht 6 Stunden Schlaf morgens um 8 Uhr ausgecheckt. Haben die Zeit bis zur weiterfahrt dann dazu genutzt noch ein bisschen mehr von Alice Springs zu sehen. Und der Tag ging überraschend schnell rum. Haben zufällig zwei Leute unserer Tour getroffen, da dran sieht man dann noch mal das das wirklich nicht groß ist. Waren im Reptil Haus, was faszinierend und erschreckend zu gleich war. Der Besuch war aber auf jeden Fall sehr interessant. Was auch für unsere anschließende Didgeridoo lesson gilt. Ich glaub ich muss noch ein bisschen üben. Hört sich doch noch sehr komisch an…
Waren im Enddefekt doch später als geplant zurück im Hostel und haben dann nur noch schnell unser Gepäck abgeholt und haben uns dann auch schon auf den Weg zu unserem Zug gemacht.
So das muss für heute reichen...Werde bei der nächst möglichen Gelegenheit die Berichterstattung fortsetzen!